Tai Chi - 太極

Dienstag Morgen: Schanzengasse 25, Zürich
Mittwoch Abend: Schulhausstrasse 21, Zürich
Donnerstag Abend: Hirschengraben 46, Zürich
Donnerstag Morgen: Obere Mühle, Oberdorfstrasse 15, Dübendorf

Tai Chi – auch unter dem Namen „Schattenboxen“ bekannt – ist eine über vierhundert Jahre alte chinesische Faustkampftechnik, die Körper und Geist trainiert sowie Krankheiten heilt, und somit der  Lebensverlängerung dient. Wegen ihrer Wirkung trägt sie auch den Namen „Fausttechnik des langen Lebens“. Taijiquan vereint traditionelle chinesische  Techniken der Lebensernährung, Gymnastik und Atemführung mit den Leitbahnen- und der Ying-Yang-Theorie aus der chinesischen Medizin. Was aber ist eigentlich Tai Chi Quan? Genau genommen ist es ein sanfter und langsamer Faustkampfsport aus dem Bereich der chinesischen Kampfkünste.
Tai Chi, das über Generationen weitergegebene „Wohlfühl-Programm“ für jung und alt.

Viele ältere wie jüngere Menschen suchen heute in sportlichen Disziplinen einen Ausgleich zum Alltag. Die Wahl fällt nicht selten auf Disziplinen, in denen man körperlich gefordert wird. Auf die eigenen Möglichkeiten kann dabei womöglich nicht allzu grosse Rücksicht genommen werden, weil gezählt, gemessen und verglichen wird. Am Ende Zählt Leistung auch hier, wo eigentlich Erholung angesagt wäre.

Eine Alternative bietet Tai Chi, eine über Generationen weitergegebene, chinesische Bewegungsmeditation, die auch bei uns im Westen immer mehr Beachtung findet. Tai Chi hat die Wurzeln in den Kampfkünsten. Schon früh stellten die noch kriegerischen Vorfahren fest, dass langsam ausgeführte Bewegungen aus der Kampfkunst positive Auswirkungen auf Regeneration, Sicherheit und die innere Ruhe haben, damals überlebenswichtige Faktoren. Weiterentwickelt von taoistischen Mönchen, entstand über Gesundheits-übungen auch das heutige Tai Chi.

Charakteristisch am Tai Chi, insbesondere am Yangstil, sind die kontinu-ierlichen, ineinanderübergehenden, langsamen Bewegungsfolgen. Diese verlangsamen den Atemrythmus und die Atmung harmonisiert wiederum Bewegungen. Dank der für das Praktizieren erforderlichen Aufmerksamkeit wird auch der Geist in die Übungen mit einbezogen. So kann er ruhig werden und wird vor Ablenkung bewahrt.

Durch das behutsame Ausführen der Bewegungen werden, über die nach der chinesischen Medizin im Körper verlaufenden Energiemeridiane, die verschiedensten Körperfunktionen stimuliert. Fast unbemerkt werden Bein-, Bauch- und Rückenmuskulatur gekräftigt und die Gelenke geschmeidig gemacht. Darüber hinaus wird die Blutzirkulation angeregt,  und es werden die Beweglichkeit, die Körperkoordination sowie der Gleichgewichtssinn verbessert.

Bei grosser psychischer Belastung wird man feststellen, dass es schwieriger ist als sonst, Tai Chi zu üben. Die Bewegungen sind auf einmal wie unterbrochen, etwas blockiert. Dies ist die eine Seite, andererseits hilft Tai Chi aber auch, solche Blockierungen zu lösen. Gerade im Beruf stark beanspruchte Personen finden so eine Möglichkeit abzuschalten und die Batterien wieder aufzuladen. Grundsätzlich aber ist Tai Chi für Frauen wie Männer jeden Alters geeignet und kann bis ins hohe Alter praktiziert werden.

Dem Tai Chi kommt auch in der Gesundheitsprävention eine wichtige Rolle zu. Das Nerven-, Atmungs-,Verdauungs- und Kreislaufsystem sowie der Bewegungsapparat werden durch regelmässiges Üben nachhaltig beeinflusst. Beschwerden wie Nervosität, Schlafstörungen, Astma, Knie- und Rückenprobleme können häufig gelindert werden oder verschwinden zum Teil vollständig.

Autor: Ueli Straub

Schule der Grossmeisterin Li Rong Mei